Asterix und Latraviata

     

    Jetzt wird es Thea(ter)tralisch

    Story

    Unsere Geschichte beginnt mit den Geburtstagen von Asterix und Obelix sowie dem Erscheinen Ihrer beiden Mütter – die nichts anderes im Kopf haben, Ihr „Kleinen“ mit den Dorftöchtern zu verkuppeln! Währenddessen braut sich in Condate, wo sich die Väter noch aufhalten und einen Souvenirladen betreiben, einiges zusammen, denn dummerweise werden genau die beiden Dinge von den Römern gesucht, die Asterix und Obelix zum Geburtstag geschenkt bekommen haben: Ein Helm und ein Schwert! Und während sich unsere beiden Gallier den „Machenschaften“ Ihrer Mütter zu entziehen versuchen, denken sich die Römer eine neue Strategie aus, um die beiden „Souvenire“ wiederzuerlangen: Latraviata…

    Zeichnung

    Mit Asterix und Latraviata ist Uderzo leider ein erster Tiefpunkt gelungen: Eine an sich richtig gute Idee einer intrigierten Verwechslung in Kombination mit der Einführung der Eltern von Asterix und Obelix – wirklich zwei sehr gute Ideen mit richtig viel Potential – verkümmern zu einer Aneinanderreihung von Lückenfüllern, die sich, wie im Falle von Asterix Ausflug aufs Meer und der Rückkehr auf de Delfin, bis zu sechs Seiten ziehen – ohne Sinn und Verstand, mit der Handlung überhaupt nichts zu tun haben und dafür andere zeichnerische und Story-bezogene Möglichkeiten außenvorlassen… zudem wirken viele Witze flach, Anspielungen auf aktuelle und politische Begebenheiten wirken flach (und sind vielleicht auch der deutschen Übersetzung geschuldet?!)! Schade… hier wäre deutlich mehr drin gewesen… 

    Gesamtnote

    Asterix und Latraviata ist ein schlechter Comic, der zwar zeichnerisch okey ist, jedoch aufgrund seiner Lückenfüller und Längen und teilweise liebloser Dialoge und flachem Humor eine eigentlich richtig gute Idee absolut verhunzt…

      

    Quelle: Foto-Auszug aus Asterix Gesamtausgabe Band 11: Asterix und Latraviata (Seite 140), erschienen im Egmont Ehapa Verlag GmbH