Noch ein Dalton mehr…
Story
Lucky Luke erhält diesmal einen besonderen Auftrag: Er soll Marcel Dalton, einen Schweizer Bankier und gleichzeitig auch Verwandten der Gebrüder Dalton [„Das Schwarze Schaf der Familie! Man hat mich verstoßen, weil ich ehrlich bin“] begleiten, der eine Bank in Amerika eröffnen möchte – und das unter der Mithilfe der Daltons, um ihnen eine Chance auf Ehrlichkeit und Rehabilitation zu ermöglichen! Dass das natürlich schon mal von Beginn an überall zu Verwirrung führt, als plötzlich ein fünfter Dalton auftaucht, versteht sich von selber – und dass es kein einfaches Vorhaben sein wird, die Daltons auf den Weg der Tugend zu bringen ebenfalls! Ob Marcel Dalton mit seiner Idee Glück hat und es klappen wird???
Zeichnung und Hintergrund
In diesem Comic haben sich Morris und de Groot in Europa umgesehen und mit Marcel Dalton einen typischen Schweizer in den Wilden Westen importiert, der alle typisch schweizerischen Klischees bedient: Neben der Aussprache und Lebensart kommen auch Pflümli, Schweizer Schokolade, Schweizer Taschenmesser, Schweizer Tresore und dies und das vor. Humoristisch gibt es neben der eigentlichen Story und den typischen Lucky-Luke-Gags um die Daltons oder Rantanplan einige Running-Gangs, insbesondere die „Schlangen-Überfälle“, die Oma sowie der strohdumme Smallpox – leider wird das Potential bei den eigentlich guten Ideen nicht ausgereizt, oftmals wirken die wirkt der Humor flach. Zeichnerisch ist der Comic ebenfalls durchschnittlich, etwas mehr zeichnerische Tiefe wie in anderen Bänden wäre schön gewesen und hätte dem Comic mehr Leben einhaucht.
Gesamtnote
Marcel Dalton ist ein durchschnittlicher Comic: Die Grundidee ist eigentlich ziemlich gut, auch viele humoristische Ideen sind gut gemeint – leider wirkt auf mich die Umsetzung häufig platt und billig.
Quelle: Foto-Auszug aus Lucky Luke Band 72: Lucky Luke – Marcel Dalton (Seite 14), erschienen im Egmont Ehapa Verlag GmbH